Informationen zur Eizellspende
Die Eizellspende ist eine von vielen Möglichkeiten, welche der modernen Reprodukti-onsmedizin zur Behandlung ungewollter Kinderlosigkeit zur Verfügung stehen. Sie wird bei Frauen angewandt, deren Eierstöcke aufgrund unterschiedlicher Faktoren (z.B. fortgeschrittenes Alter, verfrühte Menopause, Erbkrankheiten, Sterilität infolge einer Chemo- oder Strahlentherapie oder nach chirurgischen Eingriffen) nicht mehr auf Stimulation reagieren oder die ovariellen Reserven langsam erschöpfen. In all diesen Fällen kann praktisch nur mehr die Behandlung mittels Eizellspende zur gewünschten Schwangerschaft führen.
Für die Eizellspende werden die Eierstöcke einer Spenderin medikamentös stimuliert; die herangereiften Follikel (Eizellen) können anschliessend unter Narkose punktiert werden. So gewonnene Eizellen werden mit aufbereiteten Spermien befruchtet (durch In-Vitro-Fertilisation oder mittels Mikroinjektion (ICSI-Methode) und nach einigen Tagen zur Empfängerin transferiert und / oder für einen späteren Transfer kryokonserviert (eingefroren).
Gemäss Schweizer Gesetzgebung werden Sie (die Empfängerin / das Paar) mit der Geburt des Kindes als rechtliche Eltern eingetragen, während die Eizellspenderin keinen Anspruch auf das Kind hat.
Eine jede Spenderin wird mittels strengem Verfahren ausgewählt, welches ausführliche Blutanalysen, medizinische, psychologische und gynäkologische Untersuchungen, Karyotypbestimmung (zytologisch erkennbare Chromosomeneingenschaften) und genetische Profilstudien umfasst, womit sich die Übertragung verschiedener Krankheiten vermeiden lässt.
Die Zuordnung einer Spenderin zur jeweiligen Patientin erfolgt mit grosser Sorgfalt und unter Berücksichtigung einer Vielzahl individueller Merkmale. Dieses ausserordentlich hohe Qualitätsniveau ermöglicht das Erreichen einer grösstmöglichen Übereinstimmung der körperlichen Eigenschaften von Spenderin und Empfängerin («Matching»).
Die durchschnittliche Erfolgsrate pro Zyklus liegt bei 60%, was unter anderem darauf zurück zu führen ist, dass die Spenderin ausschliesslich für eine Empfängerin stimuliert wird. Es werden also nur so viele Eizellen gebildet, wie dies für die Behandlung einer Empfängerin notwendig ist. So kann eine wesentlich höhere Qualität der Eizellen gewährleistet werden.
Die durch Eizellspende bewirkte Schwangerschaft unterscheidet sich – insbesondere betreffend Geburt und Stillzeit – nicht von einer natürlich entstandenen Schwangerschaft.
